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Dateien bleiben auf dem Schulserver, geplant wird in Plantegro – so verbindet der Materiallink beides

Veröffentlicht am 15. August 2026 von Tobias Wartzek

Dateien bleiben auf dem Schulserver, geplant wird in Plantegro – so verbindet der Materiallink beides

Die Realität an vielen Schulen sieht so aus: Das Land oder der Schulträger stellt ein eigenes Dateisystem bereit – ein Schulserver, ein Landesmedienzentrum-Portal, eine Cloud-Lösung wie Schul-Cloud, logineo, moodle, IServ oder ein Sharepoint des Schulträgers. Dort, und nirgendwo anders, sollen Unterrichtsmaterialien liegen. Aus gutem Grund: Datenschutz, Wartung, Backups, Zugriffsrechte für Kolleginnen und Kollegen – das alles ist auf diesen Systemen geregelt, auf einem privaten Cloud-Speicher oder in einer Planungs-App ist es das nicht.

Nur: Diese Dateisysteme sind fast nie gute Planungswerkzeuge. Sie zeigen dir keine Wochenübersicht, sie kennen keine Unterrichtsreihen, sie verschieben keine Stunde automatisch, wenn ein Wandertag dazwischenkommt. Für die eigentliche Unterrichtsplanung nutzt du etwas anderes – in diesem Fall Plantegro.

Damit stehst du vor der Frage: Datei auf dem Schulserver lassen, wie vorgeschrieben, oder für die Planung nochmal hochladen – mit doppelter Ablage, doppelter Pflege und garantiert irgendwann unterschiedlichen Versionen? Der Materiallink an jeder Stunde in Plantegro löst genau dieses Dilemma auf.

Das Problem: Zwei Systeme, ein Material

Eine Unterrichtsstunde in deinem Wochenplaner braucht oft ein Arbeitsblatt, eine Präsentation oder ein Padlet, das dazugehört. Die naheliegende Lösung wäre, die Datei direkt in Plantegro hochzuladen. Aber genau das ist an vielen Schulen nicht erlaubt oder nicht gewollt:

  • Landesvorgaben verlangen, dass personenbezogene oder urheberrechtlich relevante Materialien ausschließlich auf dem dienstlichen Server liegen
  • Der Schulträger stellt ein eigenes System bereit, das zentral gesichert und administriert wird
  • Kolleginnen und Kollegen greifen über den Schulserver auf dieselben Materialien zu, nicht über deinen privaten Planer

Würdest du die Datei trotzdem in Plantegro hochladen, hättest du sie doppelt: einmal dort, wo sie laut Vorgabe hingehört, und einmal dort, wo du planst. Bei jeder Änderung müsstest du beide Stellen pflegen – oder es bleibt bei einer veralteten Kopie.

Die Lösung: Verlinken statt hochladen

Bei jeder Stunde in deinem Wochenplan kannst du in Plantegro einen Link hinterlegen, statt eine Datei hochzuladen. Die Datei selbst bleibt exakt dort, wo sie hingehört – auf dem Schulserver, in der Landeslösung, im Padlet, in Canva – und Plantegro merkt sich nur, wo sie zu finden ist.

Praktisch heißt das: Du legst dein Arbeitsblatt wie vorgeschrieben auf dem Schulserver ab, kopierst den Link zur Datei oder zum Ordner, und trägst ihn bei der passenden Stunde im Wochenplaner ein. Direkt in der Kopfzeile der Stunde erscheint daraufhin ein kleines Icon – ein Klick, und die Datei öffnet sich dort, wo sie wirklich liegt.

Für zwei besonders häufig genutzte Werkzeuge zeigt Plantegro sogar das passende Logo statt eines allgemeinen Link-Symbols: Canva und Padlet werden automatisch erkannt und mit ihrem eigenen Icon dargestellt. Jeder andere Link – Schulserver, IServ, Moodle-Kurs, Sharepoint, Landesmedienzentrum – bekommt ein neutrales Link-Symbol. So siehst du auf einen Blick, wohin ein Link führt, ohne die Adresse erst lesen zu müssen. Und du kannst pro Stunde auch mehrere Links gleichzeitig hinterlegen, etwa einen zum Arbeitsblatt und einen zum Padlet.

Warum das kein Kompromiss ist, sondern die richtige Lösung

Man könnte einwenden, ein Datei-Upload direkt in Plantegro wäre komfortabler. Kurzfristig vielleicht. Aber es würde genau das Problem verschärfen, das ohnehin an fast jeder Schule existiert: Materialien liegen an zu vielen Orten gleichzeitig, niemand weiß mehr, welche Version die aktuelle ist, und die eigentlich vorgeschriebene Ablage auf dem Schulserver wird zur Nebenkopie statt zur einzigen Quelle.

Der Materiallink kehrt das um. Die Landeslösung oder der Schulserver bleibt die einzige Quelle der Wahrheit für das Material selbst – so, wie es vorgesehen ist. Plantegro übernimmt ausschließlich die Planung: wann diese Stunde stattfindet, in welcher Reihe sie steht, was als Nächstes drankommt. Beide Systeme tun, wofür sie gebaut sind, statt dass eines versucht, das andere zu ersetzen.

Das ist auch der Grund, warum es in Plantegro bewusst keinen Datei-Upload gibt und keiner geplant ist: Er würde eine Aufgabe übernehmen, die an vielen Schulen bereits an anderer Stelle gelöst ist – oft aus guten datenschutzrechtlichen Gründen. Ein zweites System dafür zu bauen, hieße, ein bestehendes Problem zu verdoppeln statt es zu lösen.

Praktisches Beispiel

Du bereitest eine Deutschstunde zur Kurzgeschichteninterpretation vor. Das Arbeitsblatt liegt, wie an deiner Schule vorgeschrieben, im IServ-Dateisystem im Ordner der Klasse. Zusätzlich hast du ein Padlet angelegt, auf dem die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse sammeln.

In Plantegro trägst du bei der entsprechenden Stunde im Wochenplaner zwei Links ein: den Link zum IServ-Ordner und den Link zum Padlet. Beim Blick auf deinen Wochenplan siehst du sofort das Padlet-Icon an der Stunde – ein Klick öffnet das Board. Für das Arbeitsblatt selbst folgst du dem zweiten Link direkt zum IServ-Dateisystem, wo es laut Vorgabe liegt und wo es auch deine Vertretung findet, falls sie eingesetzt wird.

Keine Datei verlässt das System, für das sie vorgesehen ist. Deine Planung bleibt trotzdem an einem Ort, übersichtlich, mit Reihen, Terminen und Wochenübersicht.

Fazit

Die Realität vieler Lehrkräfte ist nicht "ein System für alles", sondern zwei Systeme mit unterschiedlichen Aufgaben: der Schulserver oder die Landeslösung für die Materialien, Plantegro für die Planung. Statt diese Realität zu ignorieren und dich zu zwingen, Dateien doppelt zu pflegen, holt der Materiallink an jeder Stunde diese Realität ab und verbindet beide Welten, ohne eine davon zu verdrängen.

Plantegro. Verknüpft, was zusammengehört – ohne zu verdoppeln, was schon einen Platz hat.


Häufige Fragen zum Materiallink in Plantegro

Kann ich in Plantegro auch direkt Dateien hochladen statt zu verlinken?

Für Materialien, die laut Landes- oder Schulträgervorgabe auf dem Schulserver oder in der Landeslösung liegen müssen, ist der Materiallink der vorgesehene Weg. Er verweist auf die Datei an ihrem eigentlichen Speicherort, statt sie zu duplizieren.

Welche Dienste erkennt Plantegro automatisch am Link?

Aktuell werden Canva- und Padlet-Links mit dem jeweiligen Logo dargestellt. Jeder andere Link – etwa zu einem Schulserver, IServ, Moodle-Kurs oder Sharepoint – wird mit einem neutralen Link-Symbol angezeigt und funktioniert genauso.

Kann ich mehrere Links an einer Stunde hinterlegen?

Ja. Du kannst pro Stunde mehrere Links gleichzeitig eintragen, zum Beispiel einen Link zum Arbeitsblatt auf dem Schulserver und zusätzlich einen Link zu einem Padlet oder einer Canva-Präsentation für dieselbe Stunde.

Sieht auch eine Vertretungskraft die verlinkten Materialien?

Ja, sofern sie Zugriff auf den entsprechenden Wochenplan in Plantegro hat, sieht sie denselben Link und gelangt damit zur selben Datei auf dem Schulserver oder in der Landeslösung – der aktuellen Version, nicht einer möglicherweise veralteten Kopie.

Was passiert, wenn sich die Adresse einer verlinkten Datei ändert?

Der Link an einer Stunde lässt sich jederzeit bearbeiten, genau wie jede andere Angabe. Ändert sich die Struktur auf dem Schulserver, aktualisierst du den Link an der betroffenen Stunde einmal, nicht an mehreren Kopien der Datei.